Erziehung
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Der Golden Retriever und Labrador Retriever Zwinger “vom Sirius” gibt zeitweise Welpen aus Verantortungsvoller Zucht von HD freien Eltern ab. Unsere Welpe sind geimpft und gechipt und erhalten eine Ahnentafel und werden tierärztlich kontrolliert. Wir sind als Hundezüchter im Zuchtverband eingetragen.

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1.Grundlagen der Erziehung
1.1  Was kann der Hund lernen
1.2  Beschäftigung mit dem Hund
1.3  Hörzeichen nur einmal geben
1.4  Lob & Leckerchen
 

6. Leinenführigkeit
6.1 Ziehen ist selbst belohnend
6.2 Stehen bleiben
6.3 Vom Ziehen ablenken
6.4 Richtungswechsel
 

2.Regeln für den Alltag
2.1  Kein erhöhtes Liegen
2.2  Futterrangordnung ausnutzen
2.3  Sie essen zuerst
2.4  Aus den Weg
2.5 Sie gehen zuerst
 

7. Kommen auf Zuruf
7.1 Schleppleine
7.2 Hör- und Sichtzeichen
7.3 Richtungswechsel
 

3. Unterdrückung des Jagdverhaltens
3.1  Wildreiche Gebiete meiden
3.2  Fixieren ist der erste Schritt zur Jagd
 

8.Sitz
8.1 Hör- und Sichtzeichen
8.2 Sitz verlangen
8.3 Sitzen bleiben
 

4.Platz
4.1 Lernziel
4.2 Hör- und Sichtzeichen
4.3 Schritt für Schritt4.4 Platz verlangen
4.5 Platz unter Ablenkung
4.6 Pfeifsignal Platz
4.7 Platz auf Entfernung
 

9.Fuß-Training
9.1 Korrektes Fuß-Laufen
9.2 Schritt für Schritt
9.3 Winkel und Wendungen einbauen
 

5.Beschäftigung
5.1 Beutespiele
5.2 Suchspiel im Haus
5.3 Leckerchen suchen
5.4 Leckerchen erbeuten
5.5 Rolle
 

10.Aus
10.1 Lernziel
10.2 Tauschmethode
10.3 Haltemethode
10.4 Schnauzgriff
 

 

 

1. Grundlagen der Erziehung
1.1  Was kann der Hund lernen
1.2  Beschäftigung mit dem Hund
1.3  Hörzeichen nur einmal geben
1.4  Lob & Leckerchen
 
1.1  Was kann der Hund lernen
Es gibt immer wieder Besitzer, die von ihren Hunden vollkommen unrealistische Dinge verlangen und enttäuscht sind, wenn sich ihre Erwartungen nicht erfüllen. Genauso passiert es, dass Menschen ihre Hunde für zu dumm halten, um gewisse Erziehungsübungen zu verstehen, und dahinter eigene Unwissenheit oder Inkonsequenz verstecken. Sämtliche Erziehungsübungen, die hier beschrieben sind, sind verstandesmäßig eine leichte Sache für den Hund. Er versteht schnell, dass er sich beim Hörzeichen PLATZ hinlegen soll, und auch, bei entsprechender Konsequenz und Übung, dass nur Sie dieses Hörzeichen wieder aufheben. Dieses Beispiel lässt sich auf alle anderen Hörzeichen übertragen.. Erziehung wird durch Interaktion bestimmt, also durch jemanden, der a) agiert und b) reagiert. Hierzu ist eines erforderlich, nämlich die Anwesenheit von a) und b). das heißt, sollten Sie abwesend sein, müssen Sie entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, damit der Hund niemanden belästigt, nichts anstellt, aber auch niemand ihn ärgern oder verstören kann.
1.2  Beschäftigung mit dem Hund
Es sei doch darauf hingewiesen, dass kein noch so schöner Garten, Zwinger oder Hundehütte die Beschäftigung des Menschen mit dem Hund und den Spaziergang mit ihm ersetzen kann. Viele Erziehungsprobleme würden sich von selbst erledigen, wenn die Besitzer die Bedürfnisse ihres Tieres nach sinnvoller Beschäftigung und ausreichender Bewegung Rechnung tragen würden. Manche Verhaltensstörungen und Erziehungsprobleme haben die Ursache darin, dass der Hund sich schlicht und ergreifend langweilt, da er seinen "ach so schönen Garten" auswendig kennt und auch den Spazierweg um die Ecke. Überlegen Sie einmal, welche Wirkung es auf Sie hätte, wenn Sie Jahr ein, jahraus immer nur dasselbe sehen, riechen oder wahrnehmen müssten.
1.3  Hörzeichen nur einmal geben
Geben Sie dem Hund ein Hörzeichen, so gewöhnen Sie sich gleich daran, dass alle Hörzeichen, egal ob SITZ oder PLATZ nur ein einziges Mal gegeben werden. Ignoriert der Hund Sie, müssen Sie sofort reagieren. Sofort bedeutet nicht nach 5 Sekunden, sondern eben in dem Moment, in dem Sie dem Mund wieder zu gemacht haben. Keinesfalls sollte Ihr Hund lernen, dass Sie immer alles dreimal sagen, bevor sie es dann definitiv durchsetzen. Möchten Sie, dass Ihr Hund zuverlässig gehorchen lernt, ist eine sofortige Korrektur unabdingbar. Andernfalls geben Sie Ihrem Hund das Gefühl, dass Sie die Hörzeichen nicht ernst nehmen, und entsprechend wird er sich dann auch verhalten.
1.4  Lob & Leckerchen
LOB - Gelobt wird immer im Anschluss an eine erfolgreich absolvierte Übung. Also sofort, wenn der Hund das von Ihnen verlangte PLATZ durchgeführt hat. Ein Lob, das zu spät erfolgt, z.B. wenn bereits einige Sekunden verstrichen sind, wird von dem Hund nicht mehr mit der Übung in Verbindung gebracht.
LECKERCHEN - Viele Leute halten Leckerchen in der Hundeerziehung für ein Zeichen der Schwäche oder gar Unfähigkeit des Besitzers. Natürlich kann man einen Hund auch ohne Leckerchen erziehen, sogar ohne Lob. Doch dies ist nur mit sehr viel Härte, Druck und Zwang möglich und ergibt mit Sicherheit keinen Hund, der Spaß an der Erziehung hat


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2. Regeln für den Alltag
2.1  Kein erhöhtes Liegen
2.2  Futterrangordnung ausnutzen
2.3  Sie essen zuerst
2.4  Aus den Weg
2.5 Sie gehen zuerst
2.1  Kein erhöhtes Liegen
Gestatten Sie den Hund nicht, erhöht zu liegen, also kein Ruhen auf Sofa, Bett oder Sessel. Dies gilt auch für das hundeeigene Sofa. Erhöhte Plätze sollten Ihnen als Rudelführer vorbehalten sein.
2.2  Futterrangordnung ausnutzen
Lassen Sie Ihren Hund nicht unter dem Tisch liegen, während Sie essen. Eine Distanz von ein bis zwei Metern sollte er hier immer einhalten. Fressen ist in der Regel äußerst wichtig für Hunde. Damit nutzen Sie die für Hunde wichtige Futterrangordnung zu Ihren Gunsten.
2.3  Sie essen zuerst
Geben Sie ihrem Hund nichts vom Tisch. Sie als Rudelführer geben prinzipiell nichts von Ihren Leckerbissen ab! Füttern Sie den Hund erst, wenn Sie selbst gegessen haben. So können Sie sich vor dem Hund wichtig machen. Drängelt er in der ersten Zeit, weil er dies nicht gewohnt ist, lassen Sie sich nicht beirren. Ignorieren Sie den Hund komplett.
2.4  Aus den Weg
Liegt Ihr Hund Ihnen permanent im Weg, wenn Sie in Ihrer Wohnung sind, so gehen Sie nicht rücksichtsvoll um ihn herum, sondern verlangen Sie, dass er aufsteht und Ihnen den Weg freigibt.
2.5 Sie gehen zuerst
Verlange Sie beim Auf- und Abgang von Treppen, dass Ihr Hund hinter Ihnen läuft. Dies gilt auch für Türen. Auch hier gehen Sie immer zuerst. Um dies durchsetzen zu können, sollten Sie den Hund solange immer an der Leine haben, bis er Ihnen unangeleint den Vortritt lässt. Daran, wie schwer dies durchzusetzen ist, merken Sie, wie wichtig es für den Hund ist, immer und überall als Erster seine Nase durchzustecken. So banal, wie Ihnen diese Tipps auch erscheinen mögen, so hilfreich sind sie doch in der Erziehung des Hundes und so negativ wirkt es sich im allgemeinen auch aus, diese Punkte nicht zu beachten. Viele Menschen sind der Meinung, Hundeerziehung beschränke sich auf SITZ, PLATZ, FUSS. Alltagsregeln sich jedoch weitaus wichtiger.


                                                  
3. Unterdrückung des Jagdverhaltens
3.1  Wildreiche Gebiete meiden
3.2  Fixieren ist der erste Schritt zur Jagd
3.1  Wildreiche Gebiete meiden
Ob Ihr Hund ein "Jäger" wird oder nicht, kann von Ihnen entscheidend beeinflusst werden! Die Bekämpfung eines einmal gefestigten Jagdverhaltens beim erwachsenen Hund erfordert mehrere Monate intensives Gehorsamstraining. Auch danach ist es für das restliche Hundeleben Gebot, wildreiche Gebiete zu meiden und somit Gefahrensituationen erst gar nicht entstehen zu lassen. Beginnt man frühzeitig mit der Welpenerziehung, so kann man dieses Problem weitgehend in den Griff bekommen. Jedoch nur, wenn das "Kommen auf Zuruf" sicher funktioniert.
3.2  Fixieren ist der erste Schritt zur Jagd
Schon das genaue Fixieren z.B. einer Katze oder eines Joggers ist als Vorbote (in der Regel ab dem 4. Monat oder später) zu betrachten, auch wenn der Hund noch nicht zur Verfolgung ansetzt. Rufen Sie den Hund zu sich. Unterstützend setzen Sie dabei die Schleppleine ein. Kommt er, folgt als Belohnung eine freudige Begrüßung mit gleichzeitigem Leckerchen. Noch besser ist ein kurzes Spiel mit dem Lieblingsspielzeug des Hundes als Alternative zur Jagd! Sicherlich können Sie sich vorstellen, dass es erheblich leichter ist, den Hund aus dieser Situation heran zurufen, als wenn er bereits Nachbars Katze hetzt. Das heißt für Sie, dass diese Situation eingeübt sein muss. Begehen Sie nicht den Fehler zu glauben, nur weil Ihr Welpe im Alter von beispielsweise 12 Wochen nicht zur Verfolgung von Federvieh oder sonstigem ansetzt, würde das in alle Ewigkeit so bleiben. Seien Sie aufmerksam, beobachten Sie genau, betrachten Sie das Heran rufen des fixierenden Hundes als einen von Ihnen gesteuerten Lernprozess. Wiederholen Sie dies oft genug, solange der Hund noch nicht auf dem "Geschmack" gekommen ist, dass Hetzen Spaß macht, und Ihr Welpe wird lernen, dass es wesentlich interessanter ist, zu Ihnen zu kommen (schließlich gibt's da was). Verpassen Sie diese Phase nicht, in der der noch junge Welpe mit den Fixieren der vermeintlichen Beute beschäftigt ist. Dazu müssen Sie Zeit mitbringen. Diese Phase des Fixierens ist kurz und muss täglich ausgeschöpft werden, so gut es nur geht


                                                  
4. Platz
4.1 Lernziel
4.2 Hör- und Sichtzeichen
4.3 Schritt für Schritt
4.4 Platz verlangen
4.5 Platz unter Ablenkung
4.6 Pfeifsignal Platz
4.7 Platz auf Entfernung
4.1 Lernziel
Der Hund soll sich auf ein einmaliges Sicht- und/oder Hörzeichen sofort hinlegen und so lange, auch unter Ablenkung, liegen bleiben, bis ihm erlaubt wird, aufzustehen.
4.2 Hör- und Sichtzeichen
Als Sichtzeichen verwenden wir die flache Hand, die vor dem Hund zu Boden geführt wird. Das Hörzeichen PLATZ unterscheidet sich im Ton vom Hörzeichen SITZ. Wir geben unserer Stimme einen entscheidenden, etwas energetischen Ton.
4.3 Schritt für Schritt
Knien Sie sich hin, dann stellen Sie ein Bein aufrecht, so dass eine Art "Tunnel" entsteht. Machen Sie Ihrem Hund nun mit freudigen Lauten darauf aufmerksam, dass sich in Ihrer Hand ein Leckerchen befindet, doch geben Sie es ihm zunächst nicht. Sobald er auf das Leckerchen aufmerksam geworden ist und Interesse daran zeigt, locken Sie ihn damit und mit aufmunternder Stimme unter Ihr angewinkeltes Bein. Im Idealfall befindet er sich nun genau unter Ihnen. Sie haben Ihre Position bislang nicht geändert. Jetzt kommt unser Sichtzeichen für Platz zum Einsatz, auf ein Hörzeichen verzichten wir zunächst. Die Hand mit dem Leckerchen legen Sie flach auf dem Boden vor dem Hund. Das Leckerchen haben Sie dabei unter der flachen Hand mit dem Daumen. Je nach Größe des Hundes verkleinern Sie den "Tunnel" nun derart, dass er sich legen muss, um an Ihre flache Hand mit dem Leckerchen zu kommen. Sobald Ihr Hund liegt, sagen Sie PLATZ und öffnen die flache Hand, so dass er das Leckerchen bekommt. Geben Sie Hörzeichen LAUF, stehen Sie auf und versuchen Sie es erneut.
4.4 Platz verlangen
Der nächste Schritt ist, das Hörzeichen PLATZ einzufordern. Mit der LEINE in der einen und dem Leckerchen in der anderen Hand geben Sie ein deutliches Hör- und Sichtzeichen PLATZ. Die Deutlichkeit des Sichtzeichens ist dabei sehr wichtig. Hund orientieren sich stark an nonverbalen Zeichen. Reagiert der Hund, bekommt er sein Leckerchen, wird ausführlich gelobt und erhält das Hörzeichen LAUF. Reagiert er nicht, obwohl Sie fleißig geübt haben, helfen Sie ihm in die Sitz-Position, aber ohne das Hörzeichen SITZ zu geben, und drücken von oben auf seine Schultern, so dass er nach unten rutscht. Glatter Untergrund ist hier sehr hilfreich und verringert den Druck.
4.5 Platz unter Ablenkung
Schrittweise beginnen Sie nun, Ablenkungen einzubauen. Suchen Sie wechselnde Orte zum Üben auf. Während Sie zu Beginn nur zwei bis drei Schritte vom Hund wegtreten, sollten Sie nach einiger Zeit schon mehrere Meter weggehen können. Bleiben Sie jedoch immer in Sichtweite, anders können Sie Ihren Hund nicht schnell genug korrigieren. Bleibt Ihr Hund ruhig liegen, können Sie auch beginnen, mit einem anderen Hund zu üben, der mit seinem Besitzer an Ihrem liegendem Hund vorbei läuft. Später kann man auch Spielzeug an Ihrem liegenden Hund vorbei werfen. Diese Übung aber bitte langsam aufbauen: erst das Spielzeug neben sich selbst werfen, dann immer näher zum Hund heran. In den nächsten Wochen sollten Sie PLATZ nicht über LAUF aufheben. Es ist besser, den Hund erst ins SITZ zu holen und mit LAUF zu entlassen. Bei vielen Hunden steigt so die Hemmschwelle, aus dem Platz aufzuspringen.
4.6 Pfeifsignal Platz
Wenn der Hund sich ohne oder bei mittlerer Ablenkung hinlegt, können Sie zusätzlich ein Pfeifensignal einführen (z.B. Triller). Pfeifen Sie den Triller, gleichzeitig geben Sie das Sichtzeichen PLATZ. Wenn das nicht ausreicht, korrigieren Sie den Hund mit Hörzeichen und nötigenfalls Körpereinsatz. Im allgemeinen verknüpft der Hund nach einigen Wiederholungen wie gewünscht.
4.7 Platz auf Entfernung
Diese Übung sollten Sie einführen, sobald Ihr Hund sich prinzipiell bei der klassischen Übungsvariante schnell hinlegt und schon ohne Korrektur länger liegen bleibt. Lassen Sie Ihren Hund mit dem Hörzeichen LAUF an das Ende der Leine, und bewegen Sie sich mit Ihm in Spaziergangtempo in die von Ihnen gewünschte Richtung. Geben Sie dem Hund keine Hörzeichen, beachten Sie ihn nicht (scheinbar!), und korrigieren Sie lediglich sein Ziehen an der LEINE. Beobachten Sie Ihren Hund genau. Haben Sie das Gefühl, er ist gerade besonders abgelenkt und achtet gar nicht auf Sie, geben Sie das Hörzeichen PLATZ, und machen einen Ausfallschritt in seine Richtung in Verbindung mit dem Sichtzeichen. Reagiert der Hund sofort, wird er gelobt. Reagiert er nicht auf das erste Hörzeichen, so machen Sie einen Schritt in seine Richtung und geben einen kleinen Ruck an der LEINE. Danach loben Sie ihn. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund sich genau an die Stelle legt, an der er sich befindet, wenn Ihr Hörzeichen erfolgt. Andernfalls korrigieren Sie ihn, indem Sie ihn möglichst schnell an die Stelle führen und dort ablegen. Lassen Sie ihn einen Moment liegen, und heben Sie dann das Hörzeichen auf: langsames aufheben der LEINE, freundliches aufmunterndes SITZ. Sie können durchaus an dieser Stelle ein längeres Ablegen von mehreren Minuten integrieren.
Abwechslung im Training: Abwechslung beim Lernen ist von großer Bedeutung für die Erfolgssteigerung. Sie kann jedoch auch problematisch werden, wenn man zu schnell vorgeht und die Dinge durcheinander wirft. Gehen Sie schrittweise und langsam vor. Überfordern Sie weder den Hund noch sich selbst


                                                  
 
5. Beschäftigung
5.1 Spielen - aber richtig
5.2 Kontrolliert spielen
5.3 Beutespiele
5.4 Suchspiel im Haus
5.5 Leckerchen suchen
5.6 Leckerchen erbeuten
5.1 Spielen - aber richtig
Regelmäßiges, spannendes Spiel erhöht die Motivation Ihres Hundes andere Spielkameraden links liegen zu lassen, wenn Sie ihn rufen. Keinesfalls sollten Sie jedoch Spiel mit dem bloßen Wegwerfen von Gegenständen verwechseln. Dies langweilt die meisten Hunde schnell. Spielen will gestaltet sein. Sehr viele Hunde lieben Beutespiele. Hierzu verwenden Sie am Besten einen Ball an einer Schnur, der es ihnen ermöglicht, dann auch weiterzuspielen, wenn der Hund das Spielzeug im Maul hält. Verwenden Sie weiches Gummispielzeug. Denn viele Hunde hassen es geradezu, in hartes Gummi zu beißen. Gut geeignet sind Kongbälle aus weichem Gummi mit einer Schnur daran.
5.2 Kontrolliert spielen
Kontrolliertes Spiel bedeutet: Sie beginnen und beenden das Spiel. Das Lieblingsspielzeug halten Sie unter Verschluss. Der Hund erhält es nur gemeinsam mit Ihnen. Haben Sie Lust und Zeit zum Spielen, holen Sie das Spielzeug hervor und laden den Hund ein. Sind Sie der Meinung, dass es nun ausreicht, so beenden Sie das Spiel. Wenn Sie aufhören zu spielen, sollte der Hund immer noch motiviert sein, mitzumachen. Keinesfalls sollten Sie Ihr Spiel mit einem gelangweilten Hund beenden. Können Sie es nicht durchsetzen, Ihrem Hund das Spielzeug anzunehmen, so brechen Sie das Spiel dadurch ab, indem Sie ihn einfach ignorieren. Auch wenn er erneut Spiel anbietet, lassen Sie ihn links liegen. Sobald er das Spielzeug fallen lässt, schleichen Sie sich heran, greifen es schnell, machen es wieder interessant für den Hund, ohne es ihm zu geben und packen es dann weg. Lassen Sie sich nicht durch eventuelles Betteln Ihres Hundes erweichen.
5.3 Beutespiele
Setzen Sie sich zunächst in ablenkungsfreier Umgebung zu Ihrem Hund auf dem Boden. Das Spiel und Sie selbst sollen hier das Interessanteste sein. Hat der Hund das einmal begriffen, wird er bald überall mit Ihnen spielen und all seine Aktionen Ihnen zuliebe unterbrechen.
Nehmen Sie die Schnur des Spielzeugs in eine Hand, und ziehen Sie sie vor der Nase des Hundes hin und her. Passen Sie Ihr Tempo dem Hund an. Der Hund sollte sich weder langweilen noch völlig chancenlos sein! Zusätzliche Geräusche mit der Stimme, die diese "Beute" imitieren, dürfen keinesfalls fehlen. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, versuchen Sie mit hoher, freudiger Stimme, doch verzichten Sie auf Sprache im menschlichen Sinne. Dann versuchen Sie es im Stehen. Beugen Sie sich zu Ihrem Hund herunter, und ziehen Sie das Spielzeug an der Schnur über den Boden. Beutegeräusche nicht vergessen! Zeigt der Hund Anzeichen, das Spielzeug ins Maul nehmen zu wollen, so lassen Sie das Spielzeug zunächst nicht los, sondern führen einen sanften Kampf mit dem Hund, indem Sie daran ziehen und die Beute imitieren, die sich wehrt. Lassen Sie Ihren Hund die ersten Tage (diese Zeitangabe gilt nur bei mehrmaligem Spiel am Tag!) nach Möglichkeit gewinnen. Ist die gewünschte Verknüpfung erfolgt, (das merken Sie daran, dass Ihr Hund begeistert auf Sie zuläuft, sobald Sie durch freudiges Rufen erneut zum Spiel einladen) können Sie dazu übergehen, das Spielzeug wenige Meter weit von sich zu werfen.
5.4 Suchspiel im Haus
Nehmen Sie sich das Lieblingsspielzeug Ihres Hundes, und spielen Sie kurz mit ihm, bis er richtig "heiß" darauf ist. Dann wird er vor die Tür gesperrt. Verstecken Sie nun das Spielzeug. Wählen Sie zunächst ganz leichte Verstecke, damit der Hund sofort ein Erfolgserlebnis hat. Lassen Sie den Hund wieder herein, und feuern Sie ihn mit den Worten "SUCH, ja wo ist es denn!" o.ä. an. Hat er es gefunden, spielen Sie wieder mit ihm. Je nach Temperament und Ausdauer des Hundes können Sie das Spiel öfter wiederholen, und die Verstecke werden dabei immer anspruchsvoller. Hören Sie aber auf bevor der Hund die Lust daran verliert.
5.5 Leckerchen suchen
Werfen Sie als erstes ein Leckerchen vor den Augen des Hundes ein bis zwei Meter ins Gras, und feuern Sie ihn mit SUCH o.ä. an. Sobald Ihr Hund etwas Übung im Suchen des Lenkerchens entwickelt hat, können Sie den Schwierigkeitsgrad steigern: Sie werfen das Leckerchen weiter weg oder in trockenes Laub, hohes Gras, unters Gebüsch etc. Sie werden sehen, dass ihr Hund mit Feuereifer dabei ist. Was spricht dagegen, ihn sich einen Teil seines Futters "erarbeiten" zu lassen?
5.6 Leckerchen erbeuten
Nehmen Sie runde Leckerchen, die sie auf einem harten Weg über den Boden kullern lassen. Ihr Hund wird diese "Beute" mit Begeisterung fangen und vertilgen. Gerade Futtersuchspiele stellen neben dem Spiel mit Spielzeug eine sehr gute Möglichkeit dar, den Hund auf sich zu fixieren und auszulasten. Die intensive Nasenarbeit bei diesen Suchspielen trägt bei mehreren kurzen Wiederholungen während der Spaziergänge sehr dazu bei, dass Ihr Hund körperlich und geistig ausgelastet wird. Diese Spiele eignen sich auch sehr gut als Belohnung für ein erfolgreiches Herankommen. Ist Ihr Hund bei Ihnen angelangt, zeigen Sie ihm das Leckerchen und werfen es mit dem Suchzeichen SUCH ins Gras oder lassen es über den Weg kullern. Bei Hunden mit einem hohen jagdlichen Appetenz- und Hetzverhalten sollten diese Spiele zu ihrem täglichen Repertoire gehören. Gerade diese Hunde sollten sich ein Viertel oder mehr der täglichen Futterration auf den Spaziergängen "erarbeiten". Damit Ihr Hund nicht auf eigene Ideen kommt, seinen Jagdtrieb auszuleben.


                                                    
6. Leinenführigkeit
6.1 Ziehen ist selbst belohnend
6.2 Stehen bleiben
6.3 Vom Ziehen ablenken
6.4 Richtungswechsel
6.1 Ziehen ist selbst belohnend
Ein ordentliches "An-der-LEINE-Gehen" ohne Ziehen und Zerren zu erreichen, ist eines der schwierigsten Ziele in der Hundeerziehung. Unser normales Gehtempo entspricht nicht dem natürlichen Tempo eines Hundes, so dass der Hund an der LEINE laufend gezwungen ist, für seine Begriffe sehr langsam zu laufen. Dies fällt jungen und temperamentvollen Hunden verständlicherweise sehr schwer! Außerdem ist Ziehen selbst belohnend: Der Hund zieht, weil er vorwärts möchte. Mit jedem Schritt, den Sie an gespannter LEINE tun und der Hund vorwärts kommt, verstärken Sie das Ziehen. Erlauben Sie Ihrem Hund auch nicht, an der kurzen Leine mit anderen Hunden zu spielen, da so ebenfalls Ziehen an der LEINE belohnt wird. Allen hier beschriebenen Methoden ist gemein, dass Sie bei jedem (!) Ziehen an der LEINE sofort reagieren müssen. Damit der Hund auch begreifen kann, was Sie eigentlich von ihm wollen, müssen Sie bereits auf ein leichtes Anspannen der LEINE reagieren und nicht erst dann, wenn der Zug für Sie unangenehm geworden ist.
6.2 Stehen bleiben
Bereits ein leichtes Anspannen der LEINE, muss Sie zur sofortigen Reaktion veranlassen. Sie bleiben abrupt stehen. Solange Ihr Hund weiter an der LEINE zieht, reagieren Sie gar nicht. Wendet er sich zu Ihnen um und lockert dabei die LEINE, gehen Sie mit einem freundlichen Lob weiter. Vielleicht kommen Sie nun nur zwei Schritte voran, und schon zieht er wieder, also: Stehen bleiben! Prinzip ist hier: Zieht der Hund, erreicht er sein Ziel, vorwärts zu kommen nicht! Diese Methode ist absolut gewaltfrei und (theoretisch) leicht durchzuführen. Sie brauchen aber sehr viel Geduld! Sehr schwierig wird es, wenn Sie dringend irgendwohin müssen und Ihr Hund zieht und zieht. Gehen Sie nun weiter, belohnen Sie das Ziehen. Sie haben in solchen Fällen nur die Möglichkeit, Ihren Hund erst gar nicht mitzunehmen oder ihn zu tragen (falls noch möglich).
6.3 Vom Ziehen ablenken
Kurz bevor der Hund die LEINE anspannt, machen Sie ihn mit einem Hörzeichen (z.B. langsam oder ein kurzes Zischen ssss) aufmerksam. Sieht er Sie an, dann bekommt er ein kleines Leckerchen. Auch diese Variante ist einfach und gewaltfrei. Sie funktioniert jedoch unter Ablenkung nur bei extrem verfressenen Hunden.
6.4 Richtungswechsel
Haben Sie das Gefühl, Ihren Hund interessiert Ihr Stehen bleiben überhaupt nicht, und er lockert auch von sich aus nicht die LEINE, sobald Sie stehen bleiben, dann drehen Sie auch auf dem Absatz um und gehen in die andere Richtung. Sobald der Hund an lockerer LEINE läuft (aufpassen, damit er nicht wieder voraus läuft!), loben Sie ihn sofort, kehren um und gehen wieder in die geplante Richtung. Diese Erziehungsmethode ist ebenfalls gewaltfrei, aber schon einen Tick energischer als die ersten Varianten. Falls Sie lieber agieren, statt stehend abzuwarten, liegt Ihnen diese Methode vielleicht mehr. Alle diese Methoden funktionieren wie gesagt nur, wenn sie konsequent angewandt werden. Gehen Sie z. B. täglich zum Kindergarten mit dem Hund, und er kann dabei ziehen, weil Sie nun einmal pünktlich dort sein müssen, dann ist eine gute Leinenführigkeit nicht zu erwarten.


                                                  
7. Kommen auf Zuruf
7.1 Schleppleine
7.2 Hör- und Sichtzeichen
7.3 Richtungswechsel
7.1 Schleppleine
Beginnen Sie, sobald der Welpe zwei bis drei Tage bei Ihnen im Haus gelebt hat! Bei den meisten Welpen ist die Schleppleine überflüssig, wenn man früh genug anfängt, den Folgetrieb in der beschriebenen Weise in die gewünschten Bahnen zu lenken. Manche Besitzer fühlen sich jedoch unsicher und trauen sich nicht recht, ihren Welpen von der LEINE zu lassen. Hier kann Ihnen eine lange sehr dünne LEINE (keine Flexileine) von 5 bis
10 m die nötige Sicherheit und Gelassenheit geben. Fühlen Sie sich in irgendeiner Situation unsicher, z.B. wenn ein Jogger naht, nehmen Sie die Leine dezent auf und laufen weiter, als wenn gar nichts wäre. So können Sie durch einen kleinen Ruck an der LEINE auch verhindern, dass Ihr Welpe dem Welpe hinterher rennt und Ihr Rufen ignoriert. Prinzipiell sollen Sie aber so locker und ruhig wie möglich an potentiellen Reizquellen vorbeilaufen und dem Hund erst gar nicht durch aufgeregtes Rufen das Gefühl geben, dass es sich hier um etwas Besonderes handelt. Sind Sie an der Reizquelle vorbei, lassen Sie genauso dezent die LEINE wieder fallen, wie Sie sie aufgenommen haben. Mit der Zeit sollten Sie in der Lage sein, die LEINE schrittweise zu verkürzen und schließlich ganz wegzulassen.
7.2 Hör- und Sichtzeichen
Verwenden Sie als Hörzeichen nicht den Namen Ihres Hundes. Überlegen Sie einmal, wie oft Sie den Namen Ihres Hundes im Alltag nennen! Die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund dies als verbindliches Hörzeichen akzeptiert, ist sehr gering. Verwenden Sie also besser ein Wort wie HIER und KOMM. Ein eigenes Sichtzeichen ist nicht unbedingt nötig, wichtiger ist eine freundliche Haltung. Zusätzlich können Sie einen glatten Pfiff verwenden, wenn Sie möchten.
7.3 Richtungswechsel
In die täglichen Erziehungsspaziergänge sollten Sie möglichst viele unangekündigte Richtungswechsel einbauen. Laufen Sie vor und zurück und im Zickzack. Fahren Sie mit Ihrem Vierbeiner in unbekanntes Gebiet und lassen Sie ihn dort frei oder an der langen LEINE, die über den Boden schleift, laufen. Bereits nach wenigen Schritten drehen Sie sich vom Hund weg und bewegen sich in die Entgegengesetzte Richtung. Wichtig ist hier Ihre Beobachtungsgabe, um im richtigen Moment entsprechend zu reagieren. Das bedeutet, dass Sie den Welpen in jedem Fall beobachten, während Sie sich von ihn wegbewegen. Optimal ist es, den Welpen erst dann zu rufen, wenn er bemerkt hat, dass Sie in einen andere Richtung weitergelaufen sind, und umdreht, um zu Ihnen zu kommen. So lernt der Hund, dass er keinesfalls jedes Mal eine Standortmeldung von Ihnen bekommt, wenn Sie in eine andere Richtung laufen möchten. Er lernt, dass er aufpassen muss, wo Sie hinlaufen. Sobald Sie sehen, dass der Welpe zu Ihnen unterwegs ist, gehen Sie in die Hocke und rufen so freudig wie möglich (eventuell zusätzlich pfeifen). Ist der Hund bei Ihnen angekommen, fassen Sie ihn am Halsband, geben ihm ein Leckerchen und knuddeln ihn kurz und freundlich. Mit dem Hörzeichen LAUF geben Sie ihn frei und weiter geht's.


                                                
8. Sitz
8.1 Hör- und Sichtzeichen
8.2 Sitz verlangen
8.3 Sitzen bleiben
8.1 Hör- und Sichtzeichen
Als Hörzeichen bietet sich natürlich SITZ an. Ausgesprochen wird es freundlich und sehr lang gezogen, also Siieetz. Als Sichtzeichen hat sich der erhobene Zeigefinder bewährt.
8.2 Sitz verlangen
Bei eifrigem Üben bemerken Sie nach einigen Tagen, dass sich Ihr Hund hinsetzt, sobald Sie Leckerchen in der einen und den erhobenen Zeigefinger ins Spiel bringen. Dass dies in Situationen mit viel Ablenkung noch nicht der Fall ist, soll Sie nicht irritieren. Nun können Sie beginnen, mit dem Hund zielgerichtet SITZ zu üben, das heißt: Sie können SITZ verlangen! Nehmen Sie den Hund an die LEINE, gehen Sie in den Garten oder üben in der Wohnung. Die LEINE ist für die nächsten Wochen beim Üben immer anzulegen. Nur so können Sie definitiv vermeiden, dass der Hund sich Ihrem Einfluss entzieht. Nun beginnen Sie mit der LEINE in der einen, dem Spielzeug und/oder Leckerchen in der anderen Hand kurze Übungseinheiten. Geben Sie das Hörzeichen SITZ, zusätzlich mit dem schon bekannten Sichtzeichen, wiederum Leckerchen über die Nase. Sitzt der Hund, folgen überschwängliches Lob, Hörzeichen LAUF, kurzes Belohnungsspiel. Diese Übung sollten Sie keinesfalls durchführen, wenn Ihr Hund müde ist, da er sich dann hinlegen wird.
8.3 Sitzen bleiben
Nach einigen Tagen können Sie beginnen, das Sitzen abzusichern. Das heißt, der Hund soll nun lernen, sich nicht nur zu setzen, sondern auch sitzen zu bleiben, sobald Sie das Hörzeichen SITZ geben. Beginnen Sie wiederum in einer Umgebung ohne Ablenkung, geben Sie Hör- und Sichtzeichen SITZ und loben Ihren Hund. Nach kurzer Zeit wird der Hund der Meinung sein, lange genug gesessen zu haben, und wird aufstehen. Sprechen Sie ein Korrekturwort, z.B. NEIN oder FALSCH, nehmen Sie die LEINE, und führen Sie ihn an die Stelle, an der er ursprünglich gesessen hat. Erneutes Hör- und Sichtzeichen SITZ, freundliches Lob. Gestatten Sie anschließend dem Hund mit LAUF sich aus dem SITZ zu erheben.


                                                

 9. Fuß-Training
9.1 Korrektes Fuß-Laufen
9.2 Schritt für Schritt
9.3 Winkel und Wendungen einbauen
9.1 Korrektes Fuß-Laufen
Läuft der Hund normal an der LEINE, bezeichnen wir dies als Leinenführigkeit. Soll der Hund aber immer dicht an Ihrer Seite bleiben, sich Ihrer Gangart und eventuellen Wendungen perfekt anpassen und sich hinsetzen, sobald Sie stehen bleiben, nennen wir dies "Fuß-Training". Ein genaues "Fuß-Training" ist die Voraussetzung für die so genannte Freifolge, d.h., der Hund bleibt ohne Leine auf der von Ihnen gewünschten Seite. Als Hörzeichen verwendet man FUSS. Der Tonfall ist aufmunternd und fröhlich.
9.2 Schritt für Schritt
Sie nehmen den Hund in die Grundstellung an Ihre linke Seite (oder auf die rechte) und verlangen SITZ. Geben Sie Hörzeichen FUSS in einem aufmunternden, fröhlichen Tonfall. Sie haben hierzu ein Leckerchen in der Hand, das Sie Ihrem Hund vor die Nase halten. Gleichzeitig gehen Sie flott los, das (sehr kleine) Leckerchen immer über der Nase des Hundes. Für den Anfang genügen einige Schritte (nicht mehr als zehn). Die LEINE halten Sie so, dass der Hund dicht neben Ihnen laufen muss. Laufen Sie nur so lange, wie der Hund sich auf das Leckerchen konzentrieren kann. Bevor seine Konzentration nachlässt, bekommt er es. Sie entlassen ihn gleichzeitig mit einem fröhlichen LAUF und toben ein wenig mit ihm herum.
9.3 Winkel und Wendungen einbauen
Mit zunehmender Konzentration des Hundes auf das Leckerchen beginnen Sie, kleine Winkel und Wendungen einzubauen. Gehen Sie nicht zu lange geradeaus (höchstens einige Schritte), dann bauen Sie Wendungen ein, damit der Hund lernt, Ihnen zu folgen. Arbeiten Sie mit Stimmungsübertragung und unterstützen Ihren Hund mit freudiger Stimme. Üben Sie nur kurz: Fußtraining erfordert eine Menge Konzentration.


                                                  
 
10. Aus
10.1 Lernziel
10.2 Tauschmethode
10.3 Haltemethode
10.4 Schnauzgriff
10.1 Lernziel
Der Hund soll lernen, auf das Hörzeichen AUS sofort alles fallen zu lassen, was sich in seinem Maul befindet.
10.2 Tauschmethode
Die erste Möglichkeit besteht darin, dem Hund sozusagen im Tausch ein Leckerchen anzubieten. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sie gewaltfrei ist, der Nachteil, dass sie nur durchgesetzt werden kann, wenn der Hund sich in Ihrem direkten Einflussbereich befindet. Sinnvoll ist die Tauschmethode, um den Hund z.B. beizubringen, sein Spielzeug herzugeben. Das Leckerchen wird über die Nase des Hundes gehalten. Sobald er sein Spielzeug fallen lässt, geben Sie das Hörzeichen AUS. Als Alternative zur Tauschmethode mit Leckerchen, können Sie auch ein zweites, identisches Spielzeug wählen, welches Sie dem Hund über die Nase halten. Ansonsten ist die Vorgehensweise die gleiche wie oben.
10.3 Haltemethode
Eine ausgezeichnete Methode, dem Hund beizubringen, Stöckchen oder Spielzeug herzugeben, ist die Haltemethode. Fassen Sie dem Hund mit dem einen Arm unter den Bauch, mit dem anderen vor die Brust. Ziehen Sie ihn dabei ruhig und fest an sich, so dass er still stehen bleiben muss. Sprechen Sie ihn nicht an, sondern strahlen Sie einfach nur so viel Ruhe aus wie möglich. Der Hund wird nach einiger Zeit sein Spielzeug fallen lassen. Es gibt Hunde, bei denen es nur wenige Sekunden dauert, bis sie sich so entspannen, dass ihnen das Spielzeug automatisch aus dem Maul fällt. Bei anderen dauert es Minuten. Das klingt zugegebenermaßen unwahrscheinlich, doch probieren Sie es aus! Selbst Hunde, die völlig verrückt auf ihr Spielzeug sind, beruhigen sich mit dieser Methode.
10.4 Schnauzgriff
Beim Schnauzgriff umfassen Sie von oben die Schnauze Ihres Hundes. Drücken Sie die oberen Lefzen des Hundes gegen die Zähne, bis der Hund sein Maul öffnet. Dies stellt eine strengere Form der Korrektur dar und eignet sich z.B., wenn der Hund etwas zum Fressen im Maul hat. Loben Sie ihn, wenn er den Gegenstand fallen lässt. Diese Methode eignet sich nicht bei Aggressionsproblemen!